Ich mag seit einiger Zeit nicht mehr so gerne Süßes, ich weiß auch nicht warum...
Vielleicht liegt es daran, dass ich es den ganzen Tag in meinem Geschäft vor der Nase habe und dagegen immun geworden bin oder weil es mir eben immer ZU süß ist, genauso wie die Kekse, die ich neuerdings ganzjährig lieber selbst backe.

Da kam mir vor Kurzem bei einer Präsentation von Govinda in meinem Bioladen das neue Sahara-Konfekt gerade recht. Bisher waren mir diese ayurvedischen Bio-Trockenfruchtkugeln oft zu muffig oder einfach nur zu dröge. Meist wird das Ganze ja gerne mit Zimt (den ich eigentlich mag) und indischen Gewürzen zugeschmissen, so dass man von der eigentlichen Frucht nicht mehr viel schmeckt. Von allen angebotenen Sorten fand ich aber diese Sorte mit Abstand am besten, hatte schnell die ganzen Restbestände aufgekauft, jetzt haben die auch noch Produktionsschwierigkeiten, in anderen Läden gab es die Firma nicht und da blieb mir nichts anderes übrig, als selbst Hand anzulegen.

Das ist nämlich häufig ein Problem von mir, ich finde etwas extrem klasse und esse es so häufig, dass ich es den Rest meines Lebens nicht mehr sehen kann. Wirklich!
Das geht mir mit Pralinen so, mit bestimmten Tafel Schokoladen und und und...jedesmal denke ich, DAS ist wirklich SO lecker, das werde ich IMMER mögen!

Mit DEM Konfekt wird das natürlich alles anders, vor allem wenn es selbstgemacht ist...bestimmt!

Das Original besteht nur aus Datteln, gerösteten Kichererbsen, Kokosbutter und Vanille, steht zumindest auf der Packung meine ich, sehr fein also.
Gesüßt wird mit Agavendicksaft, ein von mir zur Zeit sehr bevorzugtes Süßungsmittel.
Nun heißt meines ja -nach Art der Sahara- und ich habe einige Produkte dazugeschummelt, mit denen ich mich seit einiger Zeit befasse wie mit Erdmandeln z.B., die ja sehr ballaststoffreich sein sollen und gut für das Darmsystem sind; ich fand noch eine Packung Cashewbruch und da die sowieso gemahlen werden, landeten die auch gleich in meinem Einkaufskorb. Müssen ja nicht immer die teuren sein.

Zum Glück bekam ich alle Zutaten ohne Probleme bei meinem Bioladen und die frischen Datteln bei meinem persischen Lieblingsladen in der Hoheluft.
Viele Zutaten kann man auch bei Govinda bestellen, z.B. die Kokosbutter habe ich im Bioladen nicht gefunden, kam aber mit dem Creamed Coconut auch gut zurecht.

Ich brauchte nur etwas rumzuexperimentieren und schon kamen gleich drei verschieden Sorten raus.

Es hat unheimlich viel Spaß gemacht, weil die Masse sich auch sehr gut verarbeiten ließ und das Tollste ist, den Süßigkeitsgrad kann man natürlich selbst bestimmen und dieses Konfekt werde ich immer lieben!!! Genug habe ich ja jetzt erst mal davon...und das Beste - es ist auch noch gesund!

 

Konfekt nach Art der Sahara f

Zutaten:

1. Variante dem Geschmack des Originals angeglichen:

200 g frische Datteln ( es gehen bestimmt auch gute luftgetrocknete)

Konfekt nach Art der Sahara b

80 g Cashewbruch oder -nüsse, geröstet und gemahlen

80 g geröstetes Kichererbsenmehl ( kann man so kaufen)

Konfekt nach Art der Sahara c

50 g Kokosbutter (ich hatte Creamed Coconut von Cosmoveda)

30 g Erdmandeln gemahlen

20 g Erdmandelmus

20 g Agavendicksaft nach eigenem Süßungsempfinden, Vorsicht, die Datteln sind süß!)

Zubereitung

  • Die frischen Datteln entkernen und in eine Schüssel geben, die gerösteten und gemahlenen Cashewkerne dazugeben, ebenso das Kichererbsenmehl, die Erdmandeln und das Erdmandelmus.
  • Die Kokosbutter in einem kleinen Topf erwärmen, bis es dickflüssig geworden ist und zu den Zutaten geben.
  • Das Mark der Vanille auskratzen, mit dem Agavendicksaft süßen und die Masse mit den Händen zu einem homogenen teig kneten.
  • Die Masse zu einer Rolle formen, kleine 12 - 13 g Stückchen davon abschneiden und diese zu mundgerechten Kugeln formen.
  • Bei der 2. Variante habe ich doch einmal Gewürze dazugegeben und das Ganze in Erdmandel-Chips gewälzt.

2. Variante und auch sehr lecker, zusätzlich:

Konfekt nach Art der Sahara e

1 geh. TL  Milk Masala

50 g Kichererbsenmehl extra

Erdmandel-Chips zum Wälzen

3. Variante Cashew-Konfekt

Konfekt nach Art der Sahara d

100 g frische Datteln

100 g Cashewkerne geröstet und grob gemahlen

40 g Kichererbsenmehl geröstet

20 g Erdmandeln

20 g Akazienhonig

20 g Kokosbutter

1 ausgekratzte Tahiti-Vanilleschote

Zubereitung

  • Die frischen Datteln entkernen, in eine Schüssel geben, die gerösteten und grob gemahlenen Cashewkerne dazugeben, ebenso das Kichererbsenmehl und die Erdmandeln.
  • Die Kokosbutter in einem kleinen Topf erwärmen, bis es dickflüssig geworden ist und zu den Zutaten geben.
  • Das Mark der Vanille auskratzen, mit dem Honig süßen und die Masse mit den Händen zu einem homogenen Teig kneten.
  • Die Masse zu einer Rolle formen, kleine 12 - 13 g Stückchen davon abschneiden und diese zu mundgerechten Kugeln formen. Diese in den grobgemahlenen Cashewnüssen wälzen.

Ich habe festgestellt, dass mir die gewürzte 2. Variante doch am besten schmeckt. Das Milk Masala ist sehr angenehm und nicht so dominant. Es duftet herrlich nach Kardamom, Ingwer, Safran und wenig Zimt, dass ich mich für klar für diese Variante entscheide. Und das Gute ist - bei dieser Art Konfekt kann man herrlich experimentieren, mit Nüssen, Trockenfrüchten und Gewürzen aller Art. Ganz nach dem persönlichen Geschmack. Probierts mal aus.

Und ich habe jetzt für die nächsten hundert Jahre das ultimative Konfekt für mich gefunden, wirklich!!!